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Haussammlungen in der Ortschaft Wendeburg

Curdt

Erwin Curdt

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Haussammlungen „Volksbund Kriegsgräberfürsorge“ und Blindenwerk in der Ortschaft Wendeburg– Aufruf an Feuerwehren, Vereine, Bürgerinnen und Bürger
Wie in jedem Jahr, so stehen auch im November/Dezember wieder die Haussammlungen für den „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge“ und Blindenwerk an. Die Verwaltungen aller niedersächsischen Kommunen haben die Aufgabe, für die organisatorischen Voraussetzungen bei der Durchführung und Abwicklung der Spenden zu sorgen.


Im November 2008 bin ich im „Wendeburger Boten“ bereits ausführlich auf die Probleme eingegangen, mit denen es die Organisatoren zu tun haben. Feuerwehren und Vereine sind immer weniger bereit, sich dafür zu engagieren. Die zunehmend fehlende Motivation ist u. a. auch darauf zurückzuführen, dass in den letzten Jahren immer dieselben Vereine bzw. Personen diese Arbeit übernommen haben. Es fehlte eine ausgewogene Beteiligung aller Vereine. Der Appell vor einem Jahr, der sich auch an die Bevölkerung richtete, zeigte keine Resonanz.
Die hier wiedergegebene Einschätzung beruht auf Erfahrungen in der Ortschaft Wendeburg. In anderen Dörfern unserer Gemeinde ist das Erscheinungsbild unterschiedlich. So übernimmt in einer Ortschaft regelmäßig eine Kameradschaft diese Sammlung, so dass sich die Frage einer angemessenen Beteiligung anderer Vereine gar nicht stellt. In einer anderen wird Anfang jeden Jahres festgelegt, welcher Verein „einmal wieder dran ist „. Und in einer weiteren Ortschaft wird die Bereitschaft abgefragt. Meldet sich niemand bzw. melden sich zu wenige, dann findet keine bzw. nur eine auf wenige Straßen begrenzte Sammlung statt.
So hat jedes Dorf in dem Einzugsbereich unserer Gemeinde seine Eigenarten und Traditionen. Jede Ortschaft muss für sich entscheiden, wie sie mit dieser Aufgabe umgeht. Wendeburg hat durch seine größere Einwohnerzahl und der Besonderheiten der Ortsteile einen nicht vergleichbaren Charakter. Was woanders klappt, kann nicht auf unsere Verhältnisse übertragen werden.
Aufgabe von Politik und Verwaltung ist es, nach besseren Lösungen zu suchen. Hier sei noch einmal an Überlegungen in erinnert, die bereits vor einem Jahr dargestellt worden sind:

-Feuerwehren und Vereine bleiben auch weiterhin unverzichtbar bei der Durchführung der Haussammlungen
-Wir müssen weitere Adressatengruppen motivieren, sich zur Verfügung zu stellen, damit wir die Aufgabe auf mehrere Schultern verteilen (Beispiel: Junge Gesellschaften, andere jugendliche Gruppierungen, Bürgerinnen und Bürger)
-Der Appell richtet sich auch an Ratsmitglieder und andere Persönlichkeiten in unserer Ortschaft. Sie könnten Zeichen setzen und damit auch ein Vorbild geben. Im vergangenen Jahr haben sich bereits einzelne Ratsmitglieder und Bürger an der Sammlung beteiligt.

Interessierte Leserinnen/Leser dieser Zeilen fragen sich vielleicht jetzt: Wie viel Zeit muss ich denn dafür opfern? – Wer sich bereiterklärt zu sammeln, bestimmt natürlich selbst, wo er es tun möchte und wie viel Zeit er/sie aufbringen kann. So kann er/sie z. B. eine Straße, zwei kleine Straßen oder den Teil einer langen Straße wählen und den Zeitraum (z. B 1 – 2 Stunden) selbst bestimmen.
In der letzten Zeit ist viel über die Bedeutung ehrenamtlicher Tätigkeit und über das bürgerschaftliche Engagement in den Medien berichtet worden. Haussammlungen wie diese zählen zu den Aufgaben, die nur durch die Hilfe der Bürgerinnen/Bürger bewältigt werden können. Sie zählen – zugegeben - nicht gerade zu den beliebten ehrenamtlichen Tätigkeiten. Man sollte sich aber bewusst machen, dass die Sammlungen Verbänden und Interessen dienen, die die Gedenkkultur (Volksbund) und das Gemeinwohl (Blindenwerk) in der Gesellschaft fördern. Die Bereitschaft, sich für einen solchen Dienst zur Verfügung zu stellen, ist ein Beispiel für bürgerschaftliches Engagement.
OEirtsrat und Verwaltung bewilligen jedes Jahr Zuschüsse an die Vereine. Es besteht bei allen Ortsratsmitgliedern und in der Verwaltung stets Einigkeit, wenn es um die Unterstützung unserer Vereine geht. eine kleine Geste des Dankes wäre ein Engagement bei den Haussammlungen.
Vielleicht sind diese Zeilen auch Anlass, einen Weg zu finden, die Frage der Haussammlungen einmal längerfristig und unter Beteiligung aller Freiwilligen Feuerwehren und Vereine zu regeln.
Vereine und Privatpersonen unserer Ortschaft, die sich von diesem Aufruf angesprochen fühlen, werden gebeten, sich zu melden bei Erwin Curdt, Tel. 1222,
E-Mail: ecurdt@t-online.de
Erwin Curdt, Ortsbürgermeister


 



 

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